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Filmkritik: Spiderman 2

Samstag, August 14th, 2004

Allgemeiner Hinweis: Lies diesen Text nicht, wenn du den Film noch gesehen hast, es aber tun möchtest. Im Text können Hinweise zur Story vorhanden sein, welche dir die Vorfreude auf den Film vermiesen können, wenn du schon vorher davon weisst.

Zwei Jahre ist es her, dass Hollywood die Spinne zum Leben erweckt hat, jetzt ist Teil 2 in den Kinos. Vollkommen unvoreingenommen zog ich aus um mir den Film anzuschauen, und erschauderte.

Präsentiert wird eine schwammige tränendrüsendrückende Liebesgeschichte, die zum Glück unter all der Fassade – erstaunlicherweise – einen echten Comicmythos in sich trägt, Doctor Octopus. Seiner Anwesenheit ist es zu verdanken, dass das große Werk nicht vollkommen an Boden verliert.

In diesem Mischmasch aus langatmigem Geplänkel ala Dawsons Creek, vollgepackt mit Rückblicken und selbstzweifelnden Akteuren, sind es nichtmal die Animationen und Aktioneffekte die überzeugen.

Für einen Filmabend nicht geeignet, könnte man meinen, mit dem Kauf einer Kinokarte wenigstens eine Zwischendurch-Unterhaltung abzusahnen. Weit gefehlt, Sonnenbaden im Park oder Schwimmbad wäre interessanter und gesünder gewesen.

In diesem ganzen Millionenwahnsinn rund um Aktionheldenverfilmungen ist leider ein weiteres Mal der Mythos auf der Strecke geblieben, genauer – zerstört worden.

Traurig, dass Ruhm und Geldgeilheit einen der bis dato unnahbarsten Helden – Peter Parker – zerstört haben.

Fazit:
Zu seicht um es Unterhaltung zu nennen, zu unrealistisch um den Status Familenfilm zu erhalten.