Archive for Oktober, 2009

FullHD-Videos auf der Xbox360 abspielen (und vom Mac streamen) – Anleitung und Hinweise

Samstag, Oktober 24th, 2009

hd-videos-mit-der-xbox360-abspielenDer vorliegende Beitrag ist nicht uneigennützig: Ich war auf der Suche nach einer Möglichkeit, (Full-)HD-Videos (1280×720, 1920 x 1080, Codec h.264) auf meiner Xbox360 abzuspielen. Mit der Software Connect360 ist es mir seit Monaten möglich, alles was an Multimedia auf meinem iMac liegt (iTunes-Musikbibliothek, iPhoto-Alben, diverse Videodateien) abzuspielen. Auf der Strecke blieben dabei allerdings Dateien, die im bekannten MKV-Format vorliegen. Die Xbox360 unterstützt diese (meist mit h.264 kodierten) Datei-”Container” nicht direkt.

Die Xbox360 unterstüzt seit 2007 jedoch problemlos den Codec h.264 und aufgelöste Videos bis FullHD. Diesen Umstand können wir uns mit wenigen Schritten zu Nutze machen und die im MKV-Container enthaltenen Informationen mit wenigen Klicks “umpacken” und danach wie gewohnt im Wohnzimmer, auf der Xbox360, abspielen.

Hinweis: Ich beziehe mich hier ausschließlich auf die Arbeit am Mac und die Benutzung einer Xbox360. Für Windows-PCs und Fragen zum Thema, die sich auf die Playstation 3 beziehen, bitte ich, die Internetsuche zu benutzen, da es dafür ausreichend Quellen und Anleitungen gibt.

Folgende Dinge werden benötigt:

- ein Apple-Rechner
- Quicktime Pro 7.x
- MKVTools (Shareware)
- Connect360 (Shareware)
- eine Xbox360-Konsole

Technische Einschränkungen:

- das einzige was zu beachten ist: die Xbox360 unterstützt Videodateien nur bis zu einer Gesamtgröße von 4,00 GB

Auf Grund der technischen Einschränkung werde ich hier zuerst zeigen, wie man MKV-Dateien, die größer als 4,00 GB sind, teilt. Wenn ihr MKV-Dateien habt, die von sich aus kleiner als 4,00 GB sind, könnte ihr den Schritt 1 überspringen, und direkt mit Schritt 2 starten.

Schritt 1: MKV-Dateien (größer als 4,00 GB) teilen

Zum Teilen von MKV-Dateien verwendet man am besten das Programm MKVTools.

mkvtools-screenshot

Erklärung des Screenshots

Punkt 1: Wählt die zu teilende MKV-Datei hier aus
Punkt 2: hier wird die Größe der einzelnen Teile eingestellt (z. B. “3600″ MB) sorgt in jedem Fall dafür, dass die Teile klein genug sind, damit die Xbox360 sie abspielen kann – wenn eure Ursprungsdatei z. B. 4700 MB groß ist, werdet ihr mit der Einstellung von “3600″ zwei Dateien erhalten, eine mit 3600 MB Größe, die zweite mit 1100 MB.
Punkt 3: Mit dem Klick auf “Split” startet das Programm damit, die ausgewählte MKV-Datei zu teilen. Gespeichert werden die Teile in den selben Ordner, in dem die Ursprungsdatei liegt. Im Test auf einem iMac 24″ (Core2Duo 2,8GHz und 3GB RAM) dauerte das Teilen einer 4700 MB großen Datei etwa fünf Minuten – also eine sehr erträgliche Zeit.

Schritt 2: MKV-Dateien “umpacken”, damit sie auf der Xbox360 abgespielt werden könnenDas “Umpacken” einer MKV-Datei in eine MPEG4-Datei geht ziemlich schnell, da wir lediglich das “Container”-Format der Videodatei ändern, aber nicht ihren eigentlichen Inhalt. Genau gesagt heisst das: das Video liegt bereits kodiert als h.264 vor (jedoch verpackt in einen MKV-”Container”) und die Xbox360 kann kann h.264-kodierte Videos abspielen, kann allerdings kein MKV verarbeiten. Das einzige was also zu tun ist: die Videodatei von MKV befreien und in einen neuen “Container” packen, den die Xbox360 versteht. Im Beispielfall ist das MPEG4.

In einem kurzen Video zeige ich was zu tun ist, danach folgt die Erklärung:

http://www.vimeo.com/7240452

So wirds gemacht: mit Quicktime 7 Pro die gewünschte MKV-Datei öffnen. Es dauert eventuell ein wenig, bis die Datei komplett eingelesen ist. Im Anschluss daran mit einem

  • Klick auf “Ablage” und “Exportieren” das Exportfenster öffnen
  • dort unter Exportieren “Film -> MPEG-4″ wählen
  • auf “Optionen” klicken
  • bei Dateiformat “MP4″ wählen
  • auf der Reiterkarte “Video” bei Videoformat “Durchreichen” auswählen

Durchreichen bedeutet, das eigentlich Format des Videos, nämlich h.264, bleibt gleich, nur die “Verpackung” werden wir ändern.

  • auf der Reiterkarte “Audio” sollte bereits “AAC” als Format gewählt sein, wenn ja, einfach alles belassen wie es voreinstellt ist
  • auf der Reiterkarte “Streaming” sind keine Einstellungen nötig
  • auf “OK” klicken
  • im wieder erscheinenden Exportfenster den Name der neuen Datei eingeben (oberer Rand) und dort die Endung “.m4v” angeben (original stand dort “.mkv”)
  • ein letzer Klick auf “Sichern” startet das Umwandeln (“umpacken”) des Videos

Der Vorgang des “Umpackens” geht in der Regel recht Schnell über die Bühne, auf dem vorliegenden Testsystem (iMac, Core2Duo 2,8 GHz, 3 GB RAM) hat eine Testdatei mit knapp 2 GB etwa vier Minuten gedauert.

Schritt 3: HD-Video auf der Xbox360 abspielen

Die fertig erzeugte M4V-Datei kann nun wie gewohnt mit Hilfe von Connect360 auf die Xbox360 gestreamt werden.

Viel Vergnügen beim Schauen!

Domain tv.de gehörte möglicherweise Netzwelt.de, verschwand aber ins Ausland (Update #3)

Freitag, Oktober 23rd, 2009

netzwelt-twitterUpdate #1 (24.10.2009 23:00 Uhr): Key-Systems (der Provider, über den die Domain tv.de registriert wurde) hat sich heute in einem Statement über die Kommentarfunktion von Geekbench.de zu dem Fall zu Wort gemeldet und die Sache erklärt (Details am Ende dieses Beitrags). Ob es sich dabei tatsächlich um einen Kommentar von Key-Systems handelt kann nicht mit Sicherheit gesagt werden.

Update #2 (25.10.2009 15:55 Uhr): Ganz “clean” scheint die Geschichte um “tv.de” offenbar doch nicht gelaufen zu sein, wenn man z. B. der spanischen Internetseite “encontrado.es” glaubt, auf der man nach Einwohnern von Spanien suchen kann. Dort offenbart sich, dass an der Anschrift, auf die tv.de (vgl. mit Denic.de) übertragen wurde, eine Person wohnt, die den gleichen Nachnamen trägt, wie der Geschäftsführer von Key-Systems (dem Provider über den tv.de registriert wurde). Details unten im Beitrag.

Update #3 (27.10.2009) Mittlerweile hat sich auch der Geschäftsführer zur Sache geäußert (siehe Kommentar unten) und auf transparentes und Vorgehen bei der Registrierung der Domain tv.de hingewiesen.

Focus und Netzwelt berichteten vor einigen Stunden von der Kuriosität, rund um die beliebteste Domain tv.de, die am 23.10.2009 als eine von rund 19.000 neu zu registrierenden Domains unter der Endung .de freigegeben wurde. Bisher war es unter .de nicht möglich, Domains zu registrieren, die kürzer als drei Zeichen sind. Überraschend wurde vor einer Woche bekannt gegeben, dass ab dem 23.10.2009 diesem Umstand ein Ende gemacht wird, und ab diesem Tag auch Adressen im ein- und zwei-zeichigen Bereich zur Verfügung stehen. Ebenso ist es dann möglich, reine Ziffer-Domains zu registrieren.

Welche Probleme es im Vorfeld der Freigabe der neuen Domains gab und wie die Vergabe der neuen Domains geregelt und technisch realisiert wurde (“Vorregistrierung”) wird in den Beiträgen “Die Domainmafia und die neuen 2-Zeichen-Domains in Deutschland” und “Von Mafiamethoden, Domaingrabbern und kaltem Kaffee” dargestellt.

Nun aber zum kuriosen Fall der Domain tv.de:
http://www.michaelfriedrichs.de/zoff-um-tv-de-key-systems-und-netzwelt-streiten-sich-um-die-domain/

Wie man sieht, hat der Person, die gestern Abend in der auf Sedo.de stattgefundenen Auktion den Höchstpreis für die Domain tv.de geboten hat, dieser Umstand nichts gebracht. Warum, ist hier nachzulesen, denn unzähliche DENIC-Mitglieder (Provider) konnten für beliebige Domains Vorbestellungen entgegen nehmen. Wer tatsächlich den Zuschlag erhielt, klärte sich erst heute Morgen ab 9 Uhr, dem Zeitpunkt, an dem die Registrierung der neuen Domains offiziell gestartet wurde.

Der Fall “tv.de” zeigt allerdings auch sehr eindrucksvoll, wie sich Provider eine goldene Nase verdient haben, indem sie Kunden “Prioritäten-Startplätze” verkauft haben, ohne überhaupt zusichern zu können, dass damit tatsächlich ein Erfolg erzielt wird.

Update (24.10.2009 23:00 Uhr):
Wie Key-Systems nun in einem Statement hier auf Geekbench.de (Kommentar siehe unten) darstellt, hat nicht Netzwelt zuerst, sondern ein anderer Kunde des Providers schon zeitlich früher eine Registrierungsanfrage für tv.de abgegeben. Somit wurde diesem Kunde die Domain zugeteilt. Der Fall des “erster in der Prioritätenliste” und “zuerst nach tv.de angefragt” muss also getrennt von einander behandelt werden. Vielen Dank an Key-Systems für die Darstellung der “anderen Seite” des Falles.

Von Mafiamethoden, Domaingrabbern und kaltem Kaffee

Freitag, Oktober 23rd, 2009

domaingrabber-mafiamethoden-kalter-kaffeeEs ist wie es ist. Die Ernüchterung kehrt langsam ein, die verzweifelten Gesichter werden aber vorerst bleiben. Im Beitrag “Die Domainmafia und die neuen 2-Zeichen-Domains in Deutschland” habe ich ja schon die Situation rund um die Vergabemethode der neuen ein- und zwei-zeichigen Domains (+ Zahlendomains) dargestellt.

Das was eigentlich verhindert werden sollte, nämlich das sich ein Hand voll Domaingrabber zum Teil brisante Adressen unter den virtuellen Nagel reißen, ist passiert. Wie genau das Glück – heute Morgen um 9 Uhr zum Start der Registrierung – eine Rolle gespielt hat, oder in wie weit finanzielle Interessen vor allgemeine Gleichberechtigung gestellt wurde, bleibt dahingestellt. Es darf sich gerne jeder selbst eine Meinung bilden.

Ein Beispiel von vielen ist z. B. dieses:

domaingrabber

Aus Gründen des Datenschutzes habe ich die Daten verfremdet, es handelt sich bei der Domain aber um eine bekannte Ziffernfolge. Die erfolgreiche Registrierung dieser Adresse – und noch einer großen Anzahl weiterer – die diesem Unternehmen durch “göttliche Fügung” gelungen zu sein scheint, ist durchaus beachtenswert. Offenbar war man davon selbst so überrascht, dass man umgehend die gesamte Palette der Domains zum Verkauf freigab, und diese Verkaufsgebaren sogar im Bemerkungsfeld, direkt auf der DENIC-Seite platzierte. Werbung at its best, da die WHOIS-Abfrage in diesen Stunden und den kommenden Tagen sicher mehr als häufig aufgerufen wird.

Glückwunsch an alle Erdenker und Drahtzieher der Entscheidung, Kurzdomains möglich zu machen. Die letzten 20 Jahre mit drei-zeichigen Domains waren toll, und es war irgendwie auch ein gutes Gefühl, nicht wie alle anderen zu sein, hier unter .de, sondern konsequent gegen den unnötigen Kurzdomainwahn anzustehen. Eigentlich waren es ja technische Einschränkungen, die eine Registrierung dieser Adressen unmöglich machten. Dass dies nun ausgrechnet in einer Zeit, in der Verkäufe von DSL-Anschlüssen, Hostingpaketen und Domains stagnieren und die Preise im Keller sind, ausgehebelt wird, ist daher nicht überraschend. Es ist natürlich legitim, eine Branche zu beleben, die unter wirtschaftlichem Druck steht. (Anmerkung des Autors: Um die Aussage zu verstehen, ist es von Vorteil, zu wissen, aus welchen Mitgliedern sich die DENIC zusammensetzt).

Wo neuerdings im Bekleidungsfachhandel von “AbJackPrämie” gesprochen wird und die Autoindustrie ihre eigenen Fehler per Schadensbegrenzung mit Steuergeldern bezahlt bekommt, darf man heute auch mal fluchs vom Konjunkturpaket für Domaingrabber sprechen. Ist ja alles nur Spaß.

Die Musikindustrie und die Filmindustrie sind ja schon länger der Buhmann, aber dass man ausgerechnet die Domainbranche nicht auf dem gleichen Zettel hatte, darüber rauchen sogar heute in den Abendstunden noch einige Köpfe, die ihren kalten Kaffee schlürfend eigentlich längst ins verdiente Wochenende wollten.

Die Domainmafia und die neuen 2-Zeichen-Domains in Deutschland (UPDATE)

Donnerstag, Oktober 22nd, 2009

domain-mafiaEs mag knapp gewesen sein, aber durchaus in Ordnung, dass die DENIC gerade einmal sieben Tag Zeit gab, von der Bekanntgabe bis zur Öffnung der Registrierung. Die ein- und zwei-zeichigen Domains (sowie Domains, die ausschließlich aus Ziffern bestehen) sind nun auch unter .de angekommen. Das bedeutet konkret, dass ab dem 23.10.2009 unter .de auch Domains wie 73.de oder tv.de registriert werden können.

Die extreme Begrenzung der verfügbaren Domains machte in den letzten sieben Tagen das Katz- und Mausspiel perfekt. Als Kunde kann man sich nach dieser Woche sicher sein, bei welchem Domainprovider man gut aufgehoben ist, und welcher die miesen Machspiele um Geld mitspielt und möglicherweise gemieden werden sollte – wenn der eigene Profit über dem Wohl der eigenen Kunden steht. Die Provider sind es nämlich, die aktuell mit “Vorregistrierungen” für zwei-zeichige Domains gelockt haben, dafür aber nicht nur ein ausgefülltes Formular wollen, sondern teilweise Summen im fünfstelligen Bereich (nochmal betont: einzig und allein dafür, dass man eine Vorregistrierung bei diesem Provider einreichen darf).

Das dramatische an diesen “Vorregistrierungen” ist, dass man selbst dann, wenn man nicht geizig war, und die teilweise hohen “Vermittlungssummen” gezahlt hat, die Domain damit in keiner Weise sicher hat und wirklich bekommt.

Erst ab Morgen früh wird die DENIC Registrierungen annehmen, und dann gilt “wer zuerst kommt, malt zuerst”. Wird bedeuten, dass der eine oder andere einen Haufen Geld verbrannt hat, ohne einen Gegenwert zu erhalten.

Schlimmer als der “neue Markt” und die Börsenspiele Ende der 1990er Jahre

Als damals die erste große New Econemy-Welle durch alle Regionen rollte und mit künstlich aufgeblasenen Ideen an der Börse Millionen gemacht wurden, wurde das ganze von den Kritikern schon mit Vorsicht genossen, war jedoch ein bisschen besser gestellt, als die Situation in den letzten 7 Tagen in Deutschland. Wo damals zumindest teilweise hinter den “Mondpreisen” noch Waren standen, wird heuer für nicht viel mehr als Buchstaben-Zahlen-Kombinationen Geld locker gemacht, dass es nur so qualmt.

Einige Beispiel-Domains und ihre heute Abend erzielten “Preise”:

tv.de = rund 260.000 Euro
de.de = rund 150.000 Euro
pc.de = rund 160.000 Euro
dp.de = 123.500 Euro (Stand: 22.10.2009 22:25 Uhr)

Wie oben erwähnt, hat keiner der Bieter, der bei einer der etwa 19.000 neu zu registrierenden Domains (ein- und zwei-zeichige Domains + Ziffern-Domains) heute Abend den Zuschlag erhalten hat, etwas zu feiern. Sicher werden bei dem einen oder anderen die Sektkorken knallen, wohl aber aus Stressabbau des Auktionsabends. Morgen früh ab 9 Uhr wird sich zeigen, wer bei jeder einzelnen, der versteigerten Domains tatsächlich den Zuschlag erhält.

System mit Tücken

Man ist auf einen Provider angewiesen, der DENIC-Mitglied ist. Nur diese Provider können Domains bei der Denic registrieren. Bei einem oder mehreren dieser Provider hatte man die letzten 7 Tage Zeit, eine “Vorregistrierung” für eine der neuen Domains vorzunehmen. Selbstverständlich, da es keinen Abgleich und kein Vorrecht gibt, nehmen unterschiedliche Provider unterschiedliche viele Vorbestellungen für ein und diesselbe Domain an (liegt ja in der Natur der Sache, dass nicht ein einzelner auf die Idee kommt, tv.de zu registrieren).

Wenn die DENIC morgen früh die Registrierung öffnet, haben alle Provider gleichermaßen die Chance, die Voranmeldungen ihrer Kunden zur Registrierung zu übermitteln. Wer die Domain allerdings tatsächlich erhält ist Glückssache, denn nur die erste eingegange Registrierungsanfrage wird von der DENIC akzeptiert und angenommen. Rein theoretisch könnte dadurch einer x-beliebigen Privatperson eine Adresse wie pc.de zufallen und das Unternehmen, das heute Abend sechsstellig dafür auf den virtuellen Tisch gepackt hat ginge leer aus. Geld ist also in einem kurzen Moment am Freitagmorgen nicht alles.

Die Aasgeier stehen Schlange

Heise.de hat es treffend auf den Punkt gebracht: “Nach kurzer Schockstarre begannen sich bereits einen Tag später viele Protagonisten am Domain-Markt die Hände zu reiben. Das Geschachere um die besten Namen ist bereits in vollem Gange, obwohl die Domains noch gar nicht zur Verfügung stehen. Alle wollen ihren Teil vom Kuchen abhaben: Die registrierenden Provider, die Domain-Grabber und die Handelsplattformen. Wenn am Freitag alle hochwertigen Namen vergeben sind, dürfte die Stunde der Rechtsanwälte schlagen, denn dann werden Marken- und Namensinhaber versuchen, ihnen zustehende, aber anderweitig vergebene Domains juristisch einzufordern.”

Warten wir nun also Morgen und dann die kommenden Wochen ab, denn neben den beliebten Domains im zwei-zeichigen Bereich gibt es natürlich auch einige weitere sehr interessante Objekte. Reine Zahlen-Domains sind bereits in anderen Ländern und unter .com sehr verbreitet. Mit etwas Geschick kann man sich daraus einen Nutzen ziehen und mit der richtigen Kombination, die man jetzt zum Start günstig erwirbt, vielleicht schon bald ein gutes Geschäft machen.

Ich persönlich bin dem Run auf bestimmte Domains auch zum Opfer gefallen. Einen Zuschlag habe ich heute Abend auch tatsächlich erhalten. Sollte dies Morgen in einer echten Registrierung enden, werde ich vom stressigen Abend berichten.

UPDATE #1 (23.10.2009 10:35 Uhr)
Nach knapp 1,5 Stunden waren alle Domains (zumindest die interessanten) registriert. Um nicht dem Vorwurf der Benachteiligung ausgesetzt zu sein, bestand heute Morgen für jeden die Möglichkeit offen, per Fax oder persönlich Domainanmeldewünsche bei der DENIC einzureichen. Das dieser Weg langsamer ist und eigentlich unmöglich dazu führen konnte, eine der begehrter Adressen zu erhalten, steht natürlich ausser Frage.

UPDATE #2 (23.10.2009 12:45 Uhr):
In der DENIC-Mailingliste ist ein recht amüsantes Script zu einem fiktiven Theaterstück aufgetaucht. Es trägt den Titel “Das Cenid und die neuen Domains” und kann hier abgerufen werden.

UPDATE #3 (23.10.2009 14:00 Uhr)
Eine Liste der zwei-zeichigen Domains inkl. dem “Domaininhaber”, der die Domain zugesprochen bekamen, ist hier zu finden (alternativ: Mirrorlink). Hinweis: So gut wie alle Domains wurden von DENIC-Mitgliedern registriert und erst im Nachhinein an die eigentlichen Interessenten überschrieben, daher enthält die Liste noch unverhältnismäßig viele gleichlautende Namen. Im Laufe von einigen Stunden/Tagen wird sich das Bild daher extrem ändern. Vielen Dank an den heise-Forum-Benutzer für die Liste.

Windows 7: Schnellstartleiste wiederherstellen

Donnerstag, Oktober 22nd, 2009

windowsIn Windows 7 ist die, aus Windows XP bekannte, Schnellstartleiste nicht mehr existent, allerdings auch nicht verloren, denn mit wenigen Handgriffen, kann man sie zurückholen.

  1. Klicke mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich der Taskleiste und wähle “Symbolleisten/Neue Symbolleisten” aus.
  2. rufe den Ordner “%USERPROFILE%\AppData\Roaming\Microsoft\Internet Explorer\Quick Launch” aufDiesen Ordner wählen und mit OK bestätigen. Ab sofort steht die gewohnte Schnellstartleiste wieder zur Verfügung. Die etwas unschöne Bezeichnung “Quick Launch” des Ordners kann abgeschaltet werden: mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle auf der Schnellstartleiste klicken und “Titel anzeigen” deaktivieren.

Möglicherweise ist der Ordner “AppData” nicht sichtbar. In diesem Fall bitte folgende Schritte durchführen:

  1. Klicken Sie im Windows-Explorer auf “Organisieren/Ordner- und Suchoptionen” und wechseln Sie auf das Register “Ansicht”.
  2. Navigieren Sie dann im Bereich “Erweiterte Einstellungen” zu “Versteckte Dateien und Ordner” und aktivieren Sie dort “Ausgeblendete Dateien, Ordner und Laufwerke anzeigen”.