Lyrik um Thees Uhlmann (lose Sammlung)
Mittwoch, August 11th, 2010Einfach nur so kam mir gerade in den Sinn, mal zu schauen welche Texte ich in den letzten Jahren geschrieben habe, die direkt oder indirekt Thees Uhlmann einbeziehen.
Die ersten drei wurden im Buch “Nur so am Rand”, ISBN 978-3839119952 (erschienen 2009) veröffentlicht. Das vierte ist bisher unveröffentlicht. In den kommenden Tagen werden noch weitere Stücke veröffentlicht. Es gibt noch ein paar. Um das Pulver nicht direkt komplett zu verschießen, werde ich nach und nach nachlegen.
Alle Texte: (c) Christian Dinse
Gleichen Sachen zu brauchen
Mit dem Fahrrad nach England,
weils mit dem Mofa ja jeder
kann. Noch während ich mir
ausmale, wie Thees schwitzend
seinen Helm immer wieder
abnimmt, schalte ich den
Ventilator ein, richte
ihn aus und lasse den Sommer
Sommer sein.
Weil du Rot siehst
Daniel zu Thees “hier Thees,
das ist für dich, du säufst
doch so gerne”.
So, oder so ähnlich, muss
es gewesen sein,
jedenfalls ist sich der
Blockflöter auch heute noch sicher. Spricht
gerne, liebt Rotwein,
sagt wie alles begann.
Hamburger Jung. Heute Berlin.
Mitleidsapplaus
Man kann sich an der Humboldt-Uni
jetzt anmelden, für ein Seminar
von ihm, das heisst
“Warum die Arctic Monkeys die
Popkultur der westlichen Hemisphere
verändern werden”.
Das leitet er,
da können Leute, die das glauben,
mitmachen.
Verhaltener, Aktionsrealismus
behafteter Zeitraumkulturmist.
Eine Ode auf Thees, du fetzt.
Den Haag
Jetzt ist Frank
auf einmal weg,
die wenigsten haben
ihn bewusst wahrgenommen,
aber er ist eigentlich
nicht ersetzbar, weil
es ohne ihn gar nicht
mehr sein kann, wie
es bisher war.
Und dann habe ich
direkt wieder Tränen
in den Augen, am Tag,
nachdem Thees vom
Platz gegangen ist
und zur Wasserflasche
griff.
Jetzt, wo wir alle
gemeinsam älter geworden
sind, ist eine Trennung
trotzdem nicht einfacher.
Stichwort Nagel.



