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Zwei Jahre danach: Erfahrungen mit Android (Update)

Freitag, August 26th, 2011

Lebe jetzt erfolgreich, seit knapp zwei Jahren mit einem Google Nexus One, was den Vorteil hat, immer direkt, als erstes Telefon, die aktuellen Android-Updates zu bekommen. Soweit so gut, habe mich angepasst bzw. die Arbeitsweise (hatte zuvor, bis Ende 2009 – ein iPhone erster Generation) an das Telefon und seine Möglichkeiten.

Heute ist alles kein Problem mehr. Syncronisieren mit dem Macbook und dem iMac, Kontakte, E-Mails, Backups, Termine, Notizen, Fotos, Musik. Alles läuft super, aber es bleibt dennoch immer das Gefühl, dass es nicht zu 100% ideal läuft.

Die Lernkurve war recht steil, aber der erfolgreiche Einsatz von Software zum Synchronisieren diverser Dinge (Termine, Kontakte, E-Mails) war nicht einfach per Fingerschnipsen getan, sondern mit Sucherei verbunden. Viel Testen, viele Demoversionen von Programmen ausprobieren. Ich kaufte einige Software, das Thema zog sich einige Wochen/Monate hin, bis alles wirklich zu jeder Zeit ideal lief. Das Synchronisieren mit Windows-Rechnern, die ich im Laufe der Arbeit benutzte, erforderte spezielle Aufmerksamkeit.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Android ist eine 100 % Empfehlung, wenn man technisch interessiert und ein Stück weit versiert ist. Leute, die die Android-Telefone einfach nur so nutzen, wie sie sind, sind sicher auch glücklich. Gerade die problemlose Integration von Google-Diensten klappt gut, bzgl. Kontakten und Terminen (aus Backup-Gründen).

Der Android-Store ist Klasse, das Softwareangebot riesig und viele Dinge, die beim Apple AppStore Geld kosten, gibt es für Android gratis und in vielen verschiedenen Versionen.

Was bleibt ist allerdings das Problem der Android-Updates, denn ohne ein Referenzgerät, wie dem Nexus One hat man das Problem, vom jeweiligen Gerätehersteller abhängig zu sein, und Updates z. T. nie zu bekommen. Android 2.2 und Android 2.3 mag vom Name unbedeutend klingen, macht aber einen riesigen Unterschied.

Aus diesem Grund werde ich, weil ich sowieso einen Zweitvertrag bzw. ein Zweithandy brauche, im September oder Oktober 2011 (UPDATE: im November 2011 war es soweit) ein iPhone nehmen (zusätzlich zum Nexus One, denn das gebe ich nie und nimmer her). Trotz der schönen Erfahrungen mit dem Nexus vermisse ich die “aus einem Schliff”-Zeit mit dem iPhone und der absolut nahtlosen Integration in meine vorhandene Mac-Hardware.

Einschränkungen Apples hin oder her, wenn es mir zu bunt werden sollte, gibt es immer auch für die Geräte die Jailbreak-Option, aber heute gibt es, bedingt durch Freunde, Arbeit und rare Freizeit einfach nur noch den Wunsch, Geräte wie eben Handys als Unterstützung der täglichen Aufgaben zu sehen. Dazu ist es nötig, dass sich zu jedem Zeitpunkt das erledigen lässt, was ansteht, ohne eventuelle Macken, Softwarefrickelei und dergleichen. Nicht, dass es nicht immer wieder schön ist, rumzuspielen, aber an einem bestimmten Punkt fehlt dafür leider die Zeit.

Darum in ein paar Wochen wieder mal vertrauensvoll auf Apple setzen und der Schritt zu einem aktuellen iPhone gehen. Wenn man es nicht probiert, verpasst man vielleicht ein gutes Arbeitsgerät.

Kämpfen.

Dienstag, August 9th, 2011

Es lohnt sich immer zu kämpfen. Um Freunden zu helfen, um Kinder zu schützen, um gestrandeten Tieren das Leben zu retten. Es lohnt sich auch bei Regen die Pflanzen auf dem Balkon zu gießen, sie bedanken sich strahlend. Ein energischer Flügelschlag wird zur Rettung für den Sperling, der den Fängen der Schleiereule entkommt, ihrer Nahrungsaufnahme einen Strich durch die Rechnung macht, aber unterm Strich vier seiner eigenen Art durch ebendiese beim Erwachsenwerden unterstützt. Die Stiere in Pamblona haben gar kein Interesse daran, die Menschen in den Straßen zu verletzten, sie wollen sich aber auch nicht einfach für perfide Belustigung ausnutzen lassen, stattdessen kraftvoll rebellieren und auf die Hörner nehmen, was die letzten Stunden bieten. Die Luft trägt ein Gefühl von Selbstlosigkeit, Spaß und Ausbruch. Die Kraft, eine kleine Revolte anzuzetteln, zum Schaffen einer kleiner Insel – in mitten des großen Meeres Leben – ist spürbar. Es geht aber gar nicht um Stierkampf und Hetzjagd. Es geht auch nicht um Gartenbau. Das sind alles nur Analogien. Es geht um viel Profaneres, um Softdrinks, Kippenausdrücken an Verhandlungstischen und Gerechtigkeitsempfinden. Es geht um Ehrlichkeit und um menschliche Fehlentscheidungen. Es geht um Kapitalismus und Kapitalfehler. Viereinhalb Jahre David gegen Goliath und heute erreicht der Stein aus der Schleuder sein Ziel günstig. 1587 Tage ausgenutzt, viele Wochen finaler Schlagabtausch und an einem zufälligen Montag die Entscheidung. Der Erfrischungsriese tänzelt und kippt kopfüber. Das Monster ist angezählt. Aufbäumen, Versuche aufrichtig zu wirken, trotz triefender Wunde und geheucheltem Betroffenheitsgestammel. David reicht die Hand zur Güte und mit Siegerlächeln. Goliath reicht ein Säckchen Gold, die Friedenspfeife, die geschichtlich hier nichts zu suchen hat. David lacht, akzeptiert, inhaliert und pustet Kreise in die Luft. Hält kurz inne, betrachtet den Schauplatz, hüpft mit verstauchtem Arm – vorbei an Gänseblümchen – zurück in sein Dorf und legt sich schlafen. Morgen ist Mittwoch, wie immer.