Nach rund 10 Jahren: Logitech hat Einsicht gezeigt – ich habe endlich eine neue Maus
Donnerstag, Januar 5th, 2012Ein etwas provokativer Titel, dessen bin ich mir bewusst. Die Geschichte ist aber fast so eine endlose, wie die von Duke Nukem Forever und Chinese Democracy.
Am 17. September 2001 veröffentliche Logitech die grandiosen Mäuse MX 500 und MX 700. Hier der Test von Computerbase. Die MX 500 kabelgebunden, die MX 700 schnurlos. Ich habe mich damals für die MX 500 entschieden und diese Entscheidung bis heute nicht bereut. Beide Modelle sind neben einer rechten und linken Maustaste (und dem üblichen Scrollrad) mit zwei Daumentasten ausgestattet, die ermöglichen, beim Surfen, im Browserfenster jeweils zur vorherigen Seite – und wenn das getan wurde – wieder zur folgenden Seite zu wechseln.
Im Laufe der Arbeit gewöhnt man sich sehr schnell an diese zusätzlichen Tasten und ist an anderen Arbeitsplätzen häufig enttäuscht, wenn es diese nicht gibt.
Daumentasten haben viele – aber fast keine scrollt per Knopfdruck
Daumentasten haben mittlerweile die meisten Mäuse auf dem Markt und das ist nicht das besondere an der MX 500 und MX 700 gewesen. Das für mich spannende waren zwei weitere Tasten, jeweils eine über und eine unter dem Scrollrad platziert. Diese beiden Tasten ermöglichten, analog zum Scrollrad, das Hoch- und Herunterscrollen inerhalb einer Internetseite, einer PDF, eines Textdokuments oder ähnlichem. Ihre Funktion erfüllt dabei exakt die des Scrollrads, hat nur den Vorteil, dass man nicht ständig mit dem Finger nachgreifen muss (zum Drehen), sondern lässig den Knopf drückt und das Scrollen nach oben oder unten läuft fortlaufend.
Mir ist absolut klar, dass so eine Funktion eigentlich unnötig ist, vielleicht sogar unsinnig ist und dem normalen Arbeiten eigentlich keine Vorteile bringt. Was die beiden Knöpfe in all den Jahren allerdings in mir trainierten, ist Faulheit. Ich benutzte das Scrollrad so gut wie gar nicht mehr, stattdessen nur noch diese Knöpfe.
Nun trug sich zu, dass meine MX 500 älter wurde, und Ende 2007 eigentlich hätte ersetzt werden sollen. Typisch Produktzyklus war es damals allerdings nicht mehr möglich, eine neue MX 500 zu kaufen. Auch die MX 700 gab es nicht mehr. Dummerweise hatte Logitech gar keine Maus mit diesen beiden Zusatztasten mehr im Programm. Dumm gelaufen.
Lichtblick: MX 518
Mitte 2008 kam dann ein Nachfolgemodell namens MX 518 in den Handel. Was für ein Glück, sie hatte diese Zusatztasten. Trotzdem wurde die MX 518 ein Nichtkauf, denn ihr Oberflächendesign (siehe Foto hier) war hässlich. Das alleine wäre zu verschmerzen gewesen, schlimmer war, dass ich mittlerweile von Windows zu OS X gewechselt war, und es nicht möglich war, die Zusatztasten der MX 518 innerhalb dieses Betriebssystems zu benutzen. Mit der äusserlich gleichen MX 500 war dies – mit der Zusatzsoftware Logitech Control Center – unter OS X nie ein Problem.
Die Jahre vergingen. Zwischenzeitlich erfuhr die Software STEERMOUSE (Alternative zum Logitech Control Center) einige Updates und war im Laufe der Zeit dazu in der Lage, die gewünschten Zusatztasten der MX 518 zu benutzen. Was blieb war das unschöne Design der Maus.
Und weil man über 600 Worte verlieren kann, nur um über eine Maus zu sprechen, jetzt endlich das …
Fazit
Seit Ende 2011 ist eine neue Maus namens Logitech G400 auf dem Markt. Sie wird lt. Verpackung als “verbesserte MX 518″ beworben. Das eigentlich lustige an dem Modell ist, dass sie nahezu genauso aussieht, wie die über zehn Jahre vorher veröffentlichte MX 500. Die Verarbeitung macht einen minderwertigeren Eindruck, ich bezweifle, dass sie die nächsten zehn Jahre so übersteht wie meine geliebte MX 500, aber: ich habe heute eine gekauft, sie mit STEERMOUSE konfiguriert und nutze sie nun genauso wie die MX 500 zuvor.
Hakelige Tasten
Die G400 ist billiger und unwertiger verarbeitet als die MX 500. Die Daumentasten funktionieren hakeliger und das Oberflächenmaterial fühlt sich preiswerter an. Man würde abwertend einfach Plastikbomber sagen.
Ein Bild
Hier ein Foto der MX 500 (links) und der neuen G400 (rechts). Ich werde sie mal ein bis zwei Tage benutzen und dann entscheiden, ob sie zurück ins Geschäft wandert und die MX 500 weiter ihren Dienst tun soll, oder ob sie ein würdiger Ersatz ist.

Der vorliegende Beitrag ist nicht uneigennützig: Ich war auf der Suche nach einer Möglichkeit, (Full-)HD-Videos (1280×720, 1920 x 1080, Codec h.264) auf meiner Xbox360 abzuspielen. Mit der Software 
Nach der Installation steht unter “Systemeinstellung” ein neues Icon namens “SmartSleep” zur Verfügung. Um den “suspend to Disc”-Modus dauerhaft (immer wenn “Ruhezustand” gewählt wird) zu aktivieren, muss dort bei “Current sleep state” lediglich “hibernate only” gewählt werden. Es gibt noch zwei weitere Modi, diese werden dort aber bestens erklärt und müssen hier nicht nochmal Thema sein. – Ab dem Moment der dortigen Auswahl wird nun immer, wenn man “Ruhezustand” auswählt, der “suspend to Disc”-Modus benutzt. Klarerweise wird dann für das Abschalten des Rechners etwas mehr Zeit (in meinem Fall rund 6 Sekunden) benötigt, statt zuvor etwa 1 – 2 Sekunden. Beim Einschalten das Gleiche (Eingeschaltet werden muss dann mit dem Powerknopf des Macs, mit einem lässigen Druck auf die Tastatur funktioniert das dann nicht mehr, da der Rechner – wie gesagt – komplett abgeschaltet ist).
Seit gestern Abend ist iTunes 9, und damit der neu gestaltete iTunes Store und App Store verfügbar. Ein kleines Feature in iTunes 9, über das bisher eher selten berichtet wird, ist folgendes: