FullHD-Videos auf der Xbox360 abspielen (und vom Mac streamen) – Anleitung und Hinweise

hd-videos-mit-der-xbox360-abspielenDer vorliegende Beitrag ist nicht uneigennützig: Ich war auf der Suche nach einer Möglichkeit, (Full-)HD-Videos (1280×720, 1920 x 1080, Codec h.264) auf meiner Xbox360 abzuspielen. Mit der Software Connect360 ist es mir seit Monaten möglich, alles was an Multimedia auf meinem iMac liegt (iTunes-Musikbibliothek, iPhoto-Alben, diverse Videodateien) abzuspielen. Auf der Strecke blieben dabei allerdings Dateien, die im bekannten MKV-Format vorliegen. Die Xbox360 unterstützt diese (meist mit h.264 kodierten) Datei-“Container” nicht direkt.

Die Xbox360 unterstüzt seit 2007 jedoch problemlos den Codec h.264 und aufgelöste Videos bis FullHD. Diesen Umstand können wir uns mit wenigen Schritten zu Nutze machen und die im MKV-Container enthaltenen Informationen mit wenigen Klicks “umpacken” und danach wie gewohnt im Wohnzimmer, auf der Xbox360, abspielen.

Hinweis: Ich beziehe mich hier ausschließlich auf die Arbeit am Mac und die Benutzung einer Xbox360. Für Windows-PCs und Fragen zum Thema, die sich auf die Playstation 3 beziehen, bitte ich, die Internetsuche zu benutzen, da es dafür ausreichend Quellen und Anleitungen gibt.

Folgende Dinge werden benötigt:

– ein Apple-Rechner
Quicktime Pro 7.x
MKVTools (Shareware)
Connect360 (Shareware)
– eine Xbox360-Konsole

Technische Einschränkungen:

– das einzige was zu beachten ist: die Xbox360 unterstützt Videodateien nur bis zu einer Gesamtgröße von 4,00 GB

Auf Grund der technischen Einschränkung werde ich hier zuerst zeigen, wie man MKV-Dateien, die größer als 4,00 GB sind, teilt. Wenn ihr MKV-Dateien habt, die von sich aus kleiner als 4,00 GB sind, könnte ihr den Schritt 1 überspringen, und direkt mit Schritt 2 starten.

Schritt 1: MKV-Dateien (größer als 4,00 GB) teilen

Zum Teilen von MKV-Dateien verwendet man am besten das Programm MKVTools.

mkvtools-screenshot

Erklärung des Screenshots

Punkt 1: Wählt die zu teilende MKV-Datei hier aus
Punkt 2: hier wird die Größe der einzelnen Teile eingestellt (z. B. “3600” MB) sorgt in jedem Fall dafür, dass die Teile klein genug sind, damit die Xbox360 sie abspielen kann – wenn eure Ursprungsdatei z. B. 4700 MB groß ist, werdet ihr mit der Einstellung von “3600” zwei Dateien erhalten, eine mit 3600 MB Größe, die zweite mit 1100 MB.
Punkt 3: Mit dem Klick auf “Split” startet das Programm damit, die ausgewählte MKV-Datei zu teilen. Gespeichert werden die Teile in den selben Ordner, in dem die Ursprungsdatei liegt. Im Test auf einem iMac 24″ (Core2Duo 2,8GHz und 3GB RAM) dauerte das Teilen einer 4700 MB großen Datei etwa fünf Minuten – also eine sehr erträgliche Zeit.

Schritt 2: MKV-Dateien “umpacken”, damit sie auf der Xbox360 abgespielt werden könnenDas “Umpacken” einer MKV-Datei in eine MPEG4-Datei geht ziemlich schnell, da wir lediglich das “Container”-Format der Videodatei ändern, aber nicht ihren eigentlichen Inhalt. Genau gesagt heisst das: das Video liegt bereits kodiert als h.264 vor (jedoch verpackt in einen MKV-“Container”) und die Xbox360 kann kann h.264-kodierte Videos abspielen, kann allerdings kein MKV verarbeiten. Das einzige was also zu tun ist: die Videodatei von MKV befreien und in einen neuen “Container” packen, den die Xbox360 versteht. Im Beispielfall ist das MPEG4.

In einem kurzen Video zeige ich was zu tun ist, danach folgt die Erklärung:

So wirds gemacht: mit Quicktime 7 Pro die gewünschte MKV-Datei öffnen. Es dauert eventuell ein wenig, bis die Datei komplett eingelesen ist. Im Anschluss daran mit einem

  • Klick auf “Ablage” und “Exportieren” das Exportfenster öffnen
  • dort unter Exportieren “Film -> MPEG-4″ wählen
  • auf “Optionen” klicken
  • bei Dateiformat “MP4″ wählen
  • auf der Reiterkarte “Video” bei Videoformat “Durchreichen” auswählen

Durchreichen bedeutet, das eigentlich Format des Videos, nämlich h.264, bleibt gleich, nur die “Verpackung” werden wir ändern.

  • auf der Reiterkarte “Audio” sollte bereits “AAC” als Format gewählt sein, wenn ja, einfach alles belassen wie es voreinstellt ist
  • auf der Reiterkarte “Streaming” sind keine Einstellungen nötig
  • auf “OK” klicken
  • im wieder erscheinenden Exportfenster den Name der neuen Datei eingeben (oberer Rand) und dort die Endung “.m4v” angeben (original stand dort “.mkv”)
  • ein letzer Klick auf “Sichern” startet das Umwandeln (“umpacken”) des Videos

Der Vorgang des “Umpackens” geht in der Regel recht Schnell über die Bühne, auf dem vorliegenden Testsystem (iMac, Core2Duo 2,8 GHz, 3 GB RAM) hat eine Testdatei mit knapp 2 GB etwa vier Minuten gedauert.

Schritt 3: HD-Video auf der Xbox360 abspielen

Die fertig erzeugte M4V-Datei kann nun wie gewohnt mit Hilfe von Connect360 auf die Xbox360 gestreamt werden.

Viel Vergnügen beim Schauen!

OS X: Auf iMac Ruhezustand (“suspend to disc”) statt Stand-by (“suspend to RAM”)

Die Überschrift klingt vielleicht für den einen oder anderne etwas merkwürdig und unverständlich, jedoch ist das Thema ziemlich einfach.

Auf den stationären Rechner von Apple (iMac, Mac Pro) ist standartmäßig wird Funktion “suspend to RAM” ausgeführt, wenn man den Rechner in den “Ruhezustand” versetzt. In der Praxis bedeutet dass, dass wenn ihr die auswählt, der Rechner in etwa 1 – 2 Sekunden ausgeht, und nach einem Tastendruck auf die Tastatur in der gleichen Zeit wieder an geht. Erreicht werden kann dies nur, in dem der aktuelle Systemstand (welche Programme laufen, welche Fenster sind geöffnet) in den Arbeitsspeicher (RAM) des Computers geschrieben wird. Das ist zwar praktisch, sorgt jedoch dafür, dass das System auch dann Strom verbraucht, wenn es ausgeschaltet ist. Auch kann man nicht einfach bei einem im “Ruhezustand” befindlichen Rechner den Netzstecker aus der Steckdose ziehen, denn das würde bedeuten, das der gespeicherte Arbeitsstand verloren geht, und nach dem nächsten Bootvorgang das Betriebssystem komplett neu gestartet wird. Eventuell noch offen gewesene Programme oder Dateien wären dann verloren.

Der beschriebene Fall ist so nur auf dem iMac und dem Mac Pro zu beobachten. Auf den tragbaren Systemen von Apple (MacBooks) wird per Standard etwas anders vorgegangen. Zwar ist dort auch beim Aufruf des “Ruhezustand” zuerst nur der Modus “suspend to RAM” aktiv, wird jedoch – was positiv ist – in einen “suspend to Disc” umgewandelt, wenn der Akku des Gerätes kurz vor einer “Null Prozent-Ladung” steht. Das bedeutet nichts anderes, als dass das OS X auf einem tragbaren Apple-Rechner clever ist, und den Anwender vor Datenverlust schützt. Der aktuelle Arbeitsstand des Systems wird wie gesagt mit dem “Ruhezustand” eingefroren, jedoch wird weiterhin vom System Strom verbraucht. Ein tragbares System ist irgendwann mit seinem zur Verfügung stehenden Strom am Ende und der Rechner sichert den aktuellen Stand, der sich bis dahin im RAM befand, auf die Festplatte. Beim nächsten Einschalten wird es dann länger als gewohnt dauern, jedoch wird man wie gewohnt an der letzten Stelle (geöffnete Fenster, geöffnete Programme) weiterarbeiten können.

Da einem stationärer Rechner (iMac, Mac Pro) in der Regel niemals der Strom ausgeht, da dieser immer an einer Steckdose angeschlossen ist (Stromausfall usw. mal aussen vor gelassen), wird die “suspend to Disc”-Funktion dort nie angewendet. Das ganze ist ziemlich Schade, denn mit der standardmäßigen “suspend to RAM”-Methode wird auch im ausgeschalteten Zustand Strom verbraucht. In meinem persönlichen Fall ist es sogar hin und wieder so (zumindest unter 10.5 war das der Fall), dass der Rechner wie von Geisterhand nachts aufwachte, ohne dass man das wollte.

Viel geredet, hier nun das Fazit dieses Beitrags: Es gibt auch für iMac und Mac Pro die Möglichkeit, den “suspend to Disc”-Modus zu aktivieren. Möglich ist dies mit einem kleinen Tool namens “Smart Sleep” (von Patrick Stein). Das Tool ist zwar offiziell nur für die MacBooks geschrieben worden, funktioniert jedoch auch sehr gut mit dem iMac (ich habe es gerade getestet).

suspend_to_discNach der Installation steht unter “Systemeinstellung” ein neues Icon namens “SmartSleep” zur Verfügung. Um den “suspend to Disc”-Modus dauerhaft (immer wenn “Ruhezustand” gewählt wird) zu aktivieren, muss dort bei “Current sleep state” lediglich “hibernate only” gewählt werden. Es gibt noch zwei weitere Modi, diese werden dort aber bestens erklärt und müssen hier nicht nochmal Thema sein. – Ab dem Moment der dortigen Auswahl wird nun immer, wenn man “Ruhezustand” auswählt, der “suspend to Disc”-Modus benutzt. Klarerweise wird dann für das Abschalten des Rechners etwas mehr Zeit (in meinem Fall rund 6 Sekunden) benötigt, statt zuvor etwa 1 – 2 Sekunden. Beim Einschalten das Gleiche (Eingeschaltet werden muss dann mit dem Powerknopf des Macs, mit einem lässigen Druck auf die Tastatur funktioniert das dann nicht mehr, da der Rechner – wie gesagt – komplett abgeschaltet ist).

Ich bin in jedem Fall unheimlich glücklich darüber, dieses Tool gefunden zu haben und werde es in den kommenden Tagen regelmäßig beim Abschalten des Rechners nutzen und beobachten, ob alles so funktioniert, wie es soll. Technisch läuft es, ob sich im Arbeitsablauf irgendwelche Schwierigkeiten ergeben, kann nur die Zeit zeigen. In ein paar Tagen werde ich wieder berichten.

iTunes 9: Automatischer Import von Musik/Videos

itunes-auto-importSeit gestern Abend ist iTunes 9, und damit der neu gestaltete iTunes Store und App Store verfügbar. Ein kleines Feature in iTunes 9, über das bisher eher selten berichtet wird, ist folgendes:

Im Verzeichnis “~/Music/iTunes/iTunes Music/” gibt es einen Ordner namens “Automatisch zu iTunes hinzufügen” oder “Automatically Add to iTunes”, je nach Spracheinstellung von OS X.

Für den Fall, das eure iTunes-Library in einem anderen Ordner liegt (bei mir z. B. auf einer externen Festplatte), so befindet sich dieser Ordner dort, und nicht im Standardverzeichnis.

Perfekte Kunden/Rechnungs-Lösung für Klein-Unternehmer: Invoice 3

Meine Suche nach einem Rechnungsprogramm für Mac OS X

Anforderungen:

– saubere, einheitliche Oberfläche
– integrierte Kundenverwaltung
– Erstellung von Rechnungen
– Artikelstamm auf Basis von “Lager”-Artikeln
– die Möglichkeit, in erstellten Rechnungen auf die MwSt. zu verzichten
– einen einfachen Formulareditor, um Druckvorlagen selbst zu gestalten
– günstiger Preis, bis 99,- Euro


Funktion die nicht erwünscht ist:
- Rechnungen/Produkterstellung auf Grundlage einer laufenden Bearbeitungszeit (sehr viele Programme für OS X, die in der Lage sind, Rechnungen zu erstellen, arbeiten als so genannte “Zeiterfassung+Abrechnung”-Programme (diese Funktionalität ist für mich nicht relevant)


Der Test

Angebotene Programme am Markt
Es sind viele unterschiedlichen Programme zum gestellten Problem am Mark erhältlich. Sehr viele davon in englischer Sprache, ohne die Möglichkeit, Bezeichnungen auf Ausdrucken umzubenennen, oder generell ohne die Möglichkeit, Druckvorlagen zu bearbeiten. Diese fallen alle samt aus dem Test raus.

Zeiterfassung + Abrechnung
Ein sehr großer Teil der angebotenen Programme, auch deutschsprachig, bietet ausschliesslich die Möglichkeit, Rechnungen auf Grundlage von erfassten Arbeitszeiten – z. B. “Projekt A, Arbeitszeit 4:30 h, Preis …” zu erzeugen. Für mich sind diese alle samt wertlos, da sie oft auch nicht in der Lage sind, eine einfache Möglichkeit zu bieten, ein Produkt anzulegen und diesem einen festen Preis zu zuweisen.

Deaktivieren der Steuer (auch auf aus Ausdrucken)
Für mich als Person mit einem Kleingewerbe ist es absolut nötig, Rechnungen ohne ausgewiesene Steuer zu erstellen. Immerhin sind einige Programme in der Lage, die Steuer zwar zu deaktivieren, allerdings sind auf den Rechnungsausdrucken, die diese Programme erzeugen, Dinge wie z. B. “Steuer 0,00″ zu lesen, was für ein in Deutschland geführtes Kleingewerbe nicht akzeptabel ist, da die Gesetze eindeutig definiert sind, und keine Steuer (auch keine Nullsteuer) erwähnt werden darf.

Zum Glück gibt es für solche Fälle die Möglichkeit, mit einem integrierten Vorlagen-Editor, die Druckvorlagen so zu bearbeiten, dass sie keine Zellen/Zeilen mehr enthalten, die eine Steuer erwähnen. So schön die Möglichkeit ist, so schade ist es, dass nur wenige Programme eine Edit-Funktion integriert haben.

Fazit – deutschsprachige Programme sind rar, aber eines hat überzeugt
Ich habe in den letzten 5 Tagen etwa 25 Programme getestet. Auf einige bin ich in Internetforen aufmerksam geworden, viele habe ich über die Seite MacUpdate entdeckt. Die Mehrzahl der Programme war international. Eines konnte man auf Deutsch umstellen, allerdings gab es dann das Problem, das Hinweise und Eingabemasken nicht mehr in die vorgegeben Fenster passten, da die deutschsprachigen Texte wohl länger waren, als ihre englischen Originale.

Der Markt der deutschsprachigen Programme ist rar. Es gibt aufgeblähte Lösungen voller Schnick-Schnack, die für Kleinunternehmer unerschwinglich sind, aber es gibt – und das ist nun endlich der positive Teil dieses Tests – ein Programm, das alle gestellten Anforderungen erfüllt und noch dazu, erschwinglich ist.

Die Lösung aller Probleme: Invoice 3 (getest wurde die Sharewareversion)
Es scheint zu schön um wahr zu sein, aber alle meine Anforderungen werden erfüllt.
Es gibt eine einheitliche, gut zu verstehende Oberfläche (Einarbeitungszeit 2 h, danach war ich mit den wichtigsten Dingen vertraut). Größter Vorteil ist, dass das Programm deutschsprachig ist.

Die Artikel- und Kundenverwaltung ist simple und absolut ausreichend. Es wäre innerhalb der Artikelverwaltung sinnvoll, die Möglichkeit zu haben, eine Kurz- und Langbezeichnung eingeben zu können. In der getesteten Version gibt es ein Feld für den Artikelname, was in meinem Fall (“Erstellung von Briefvorlage”, …) ausreicht.

Der Vorlagen-Editor ist leicht verständlich und man hat in kurzer Zeit eine eigene Rechnungsvorlage erstellt.

Eine interessante Funktion ist die Möglichkeit eine “wiederkehrende Rechnung” zu erstellen. So spart man sich die Arbeit, jeden Monat aufs Neue, einem Kunden die Rechnung für ein “Webhosting” zu erstellen. Noch zu Testen wäre an dieser Stelle, wie sich wiederkehrende Rechnungen verhalten, wenn man zu einem späteren Zeitpunkt den Preis eines Artikels/einer Dienstleistung im Artikelstamm verändert (in der Regel sollte der Preis auf der ursprünglichen Rechnung erhalten bleiben und sich nicht verändern).

Ein feines Stück Software zu einem erschwinglichen Preis von 79 Euro.

Link zum Anbieter:
http://www.kedisoft.com/invoice/