[Mac-Software] Für Switcher die WinRAR lieben: BetterZip

Sonntag, Mai 24th, 2009

BetterZip ist eine komplette Archiv/Pack-Suite und die perfekte Alternative für Menschen, die von Windows zu OS X wechseln, aber die gleichen Möglichkeiten haben möchten.

Anfang des Jahres habe ich schon einmal von einer guten WinRAR-Alternative gesprochen. Damals ging es um das Programm Zipeg, was hervorragende Leistung bringt (allerdings Archive nur entpacken kann, aber nicht erstellen).
Da Zipeg nur die Hälfte der Funktionen ersetzt, die man von WinRAR gewohnt ist, habe ich mich auf die Suche nach einer wirklichen Alternative gemacht und BetterZip gefunden.

Was BetterZip kann:

Das Programm bietet in der aktuellen Version, beim Entpacken, die selben Funktionen wie Zipeg. Die Programmoberfläche passt allerdings optisch noch ein bisschen besser zu Leopard. Was mir persönlich am Besten gefällt ist, dass Drag’n'Drop von einzelnen Dateien, aus einem größeren Archiv heraus, besser und weniger Hakelig funktioniert als bei Zipeg. Wenn man ein Archiv mit mehreren Dateien öffnet und eine bestimmte Datei auf den Desktop zieht, dann ist – meinem Empfinden nach – bei Zipeg Glückssache, ob dies sofort beim ersten Versuch funktioniert. Bei BetterZip tut es das.

Zipeg beherrscht das Entpacken von Splitfiles (name.001, name.002, …), mit BetterZip ist dies seit dem letzten Update (29.04.2009) nun endlich möglich.

Vorteil von BetterZip gegenüber Zipeg:

Der größte Unterschied, und für mich der wichtigste Grund, auf BetterZip umzusteigen, ist die Möglichkeit auch gepackte Archive zu erstellen. Zipeg ist, in der vorliegen Version (2.4.0) nur ein Entpacker.

Im Test mit einer 233 Megabyte großen Datei, die in 20 Megabyte große Einzelteile gepackt wurde, lieferte BetterZip ein gutes Ergebnis und war nach etwa 20 Sekunden fertig.

Grund für den Test von BetterZip und Zipeg:

Grund für die Suche nach einem derartigen Programm war ursprünglich das Wegkommen von StuffIt, welches leider keine gute Performance abliefert. Alleine das Entpacken einer 2 GB großen Datei (aus einzelnen .sitx-Files) hat auf meinem iMac (Core2Duo 2.8 GHz, 2 GB RAM) mehr als 20 Minuten gedauert. Das System wurde vor drei Tagen installiert, es liefen nur zwei weitere Programme nebenher (Mozilla Firefox + Adium), dennoch sorgte der StuffIt Expander für eine CPU-Auslastung vor 90 – 95 % über die gesamte Zeit des Entpackens.

Fazit:

BetterZip läuft rund, hat gute Performance und kann von Haus aus die wichtigsten Archive entpacken (.zip, .jar, .war, .ear, .sar, .par, .wsr, .rar, .cbz, .cbr, .tar, .tgz, .tbz, .gz, .bz, .bz2, .cpio, .cpgz, .7z, .lha, .lzh, .arj, .iso, .chm, .cab, .deb, .rpm., .sit, .dd, .bin, .hqx).

Glücklicherweise ist das Programm in der Lage auch Archive (auch Splitarchive beliebiger Größe) zu erstellen, und zwar im Format zip, tar, gzip, bzip2 und 7zip. Über eine integrierte Schnittstelle ist es problemlos möglich den separat erhältlichen RAR-Packer einzubinden, und fortan mit BetterZip auch RAR-Archive zu erzeugen. Ab diesem Augenblick steht das Programm dem Windowspendant “WinRAR” in nichts nach. Für Umsteiger, die aus dem Windowslager zu OS X wechseln, die ideale Alternative.

Kosten:

Da BetterZip mehr als ein Entpacker ist, sondern eine komplette Pack-Suite ersetzt, ist es nur fair, dass es unter der Shareware-Lizenz steht. Eine Einzelplatzlizenz kostet 19,95 US-Dollar, bei dem aktuellen Kurs eine Summe von 15,42 Euro – also nicht nur günstig, sondern eigentlich traumhaft (StuffIt Deluxe kostet beim derzeigen Wechselkurs knapp 70 Euro!).

Link:

http://macitbetter.com

Mac OS X-Tools: Schneller Bildbetrachter (mit schnellem Mausrad-Bildwechsel)

Montag, November 10th, 2008

Machen wir den Test kurz und schmerzlos.

Einleitung

Dieser Softwaretest ist nicht wie die anderen. Hier geht es um meine persönlichen Anforderungen – und damit um das Finden einer Software für Mac OS X, die diese Anforderungen erfüllt.
Es geht um einen reinen Bildbetrachter, nicht um eine Software, mit der man Bilder Verwalten oder Bearbeiten kann.

Vorgabe

Man bekommt eine CD mit Fotos, oder hat beliebige Ordner auf der Festplatte, in der sich eine beliebige Anzahl von Fotos befindet.

Unter Windows

Unter Windows benutze ich XnView. Das Beste daran: Man macht das Programm bei der Installation zum Standard-Bildbetrachter. Fortan wird es, nach dem Doppelklick auf ein beliebiges Bild, sofort in voller Bildschirmgröße starten und das geklickte Foto komplett (verkleinert, damit es perfekt auf den Bildschirm passt) anzeigen.

Mir ist wichtig

Ich möchte gerne, sobald ein beliebiges Bild, eines beliebigen Ordners offen ist, am Mausrad drehen, um zum nächsten (oder vorherigen Bild DES selben Ordners) zu wechseln. Das ganze muss schnell gehen – keine unnützen Ladezeiten zum generieren von irgendwelchen Thumbnails.
Unter Windows ist dafür XnView perfekt geeignet.

Unter Mac OS X

Unter Mac OS X einen guten, schnellen – und mit oben geschilderten Funktionen ausgestatteten – Bildbetrachter (keine Bearbeitung, keine Datenbanken, keine Fotoverwaltung etc.) zu finden, war keine wirklich einfache Aufgabe. Beliebige Internetforen und -blogs sind voll mit diesem Wunsch.

Die Lösung für Mac OS X

Meine Anforderungen mögen nicht allgemein gültig sein, aber wer wie ich, oben genannte Vorgehensweise benutzt, um eine unbestimmte Anzahl von Fotos zu betrachten, sollte jetzt Weiterlesen. Ich persönlich möchte selbst eine Ordnerstruktur auf der Festplatte festlegen, in der sich meine Fotos befinden, ich habe keine Lust, mir von irgendeinem Programm vorschreiben zu lassen, wie meine Fotos organisiert sind. Es gibt für Mac OS eine ganze Reihe von Programmen, die für Neueinsteiger perfekt sind. Eine Anzahl von Programmen, die dem Nutzen die Arbeit erleichtern, Bilder automatisch von der Kamera-Speicherkarte auf die Festplatte Kopieren und Organisieren.
Wer all dies nicht möchte, kann sich durch eine noch größere Flut von Freeware-, Shareware- und Donate/Cardware-Programmen quälen, um das für ihn passende zu finden.

Für alle, die sich diese Arbeit nicht machen möchten, genau das Gleiche wie ich gewohnt sind, denen sei das Programm Footagehead ans Herz gelegt.

Meine oben genannte Vorgehensweise bei der Betrachtung von Fotos erfüllt dieses Programm perfekt und out-of-the-box. Das Teil ist Freeware! Ich könnte Heulen, wenn ich an die letzten Monate denke, in denen die Suche nach einem (mit der Möglichkeit, Bilder schnell per Mausrad zu wechseln) Bildbetrachter mich häufig um den Schlaf gebracht hat.

Nachbetrachtung und Alternativen

Xee ist toll. Aber Xee kann, wie gerade Windows-zu-OS X-Umsteiger immer wieder verfluchen, kein reines “Vollbild”. Okay … eigentlich kann das Programm es schon, allerdings habe ich es nie geschafft, dass es diesen Modus direkt nach dem erstmaligen Anklicken eines Fotos benutzt. Immer wieder kam einfach nur ein Fenster – für mich, meine langjährige Gewohnheit und Arbeitsweise leider nicht geeignet. Das ist an dieser Stelle kein Verriss von Xee – für mich ist es aber leider nicht geeignet.