Perfekte Kunden/Rechnungs-Lösung für Klein-Unternehmer: Invoice 3

Meine Suche nach einem Rechnungsprogramm für Mac OS X

Anforderungen:

– saubere, einheitliche Oberfläche
– integrierte Kundenverwaltung
– Erstellung von Rechnungen
– Artikelstamm auf Basis von “Lager”-Artikeln
– die Möglichkeit, in erstellten Rechnungen auf die MwSt. zu verzichten
– einen einfachen Formulareditor, um Druckvorlagen selbst zu gestalten
– günstiger Preis, bis 99,- Euro


Funktion die nicht erwünscht ist:
– Rechnungen/Produkterstellung auf Grundlage einer laufenden Bearbeitungszeit (sehr viele Programme für OS X, die in der Lage sind, Rechnungen zu erstellen, arbeiten als so genannte “Zeiterfassung+Abrechnung”-Programme (diese Funktionalität ist für mich nicht relevant)


Der Test

Angebotene Programme am Markt
Es sind viele unterschiedlichen Programme zum gestellten Problem am Mark erhältlich. Sehr viele davon in englischer Sprache, ohne die Möglichkeit, Bezeichnungen auf Ausdrucken umzubenennen, oder generell ohne die Möglichkeit, Druckvorlagen zu bearbeiten. Diese fallen alle samt aus dem Test raus.

Zeiterfassung + Abrechnung
Ein sehr großer Teil der angebotenen Programme, auch deutschsprachig, bietet ausschliesslich die Möglichkeit, Rechnungen auf Grundlage von erfassten Arbeitszeiten – z. B. “Projekt A, Arbeitszeit 4:30 h, Preis …” zu erzeugen. Für mich sind diese alle samt wertlos, da sie oft auch nicht in der Lage sind, eine einfache Möglichkeit zu bieten, ein Produkt anzulegen und diesem einen festen Preis zu zuweisen.

Deaktivieren der Steuer (auch auf aus Ausdrucken)
Für mich als Person mit einem Kleingewerbe ist es absolut nötig, Rechnungen ohne ausgewiesene Steuer zu erstellen. Immerhin sind einige Programme in der Lage, die Steuer zwar zu deaktivieren, allerdings sind auf den Rechnungsausdrucken, die diese Programme erzeugen, Dinge wie z. B. “Steuer 0,00″ zu lesen, was für ein in Deutschland geführtes Kleingewerbe nicht akzeptabel ist, da die Gesetze eindeutig definiert sind, und keine Steuer (auch keine Nullsteuer) erwähnt werden darf.

Zum Glück gibt es für solche Fälle die Möglichkeit, mit einem integrierten Vorlagen-Editor, die Druckvorlagen so zu bearbeiten, dass sie keine Zellen/Zeilen mehr enthalten, die eine Steuer erwähnen. So schön die Möglichkeit ist, so schade ist es, dass nur wenige Programme eine Edit-Funktion integriert haben.

Fazit – deutschsprachige Programme sind rar, aber eines hat überzeugt
Ich habe in den letzten 5 Tagen etwa 25 Programme getestet. Auf einige bin ich in Internetforen aufmerksam geworden, viele habe ich über die Seite MacUpdate entdeckt. Die Mehrzahl der Programme war international. Eines konnte man auf Deutsch umstellen, allerdings gab es dann das Problem, das Hinweise und Eingabemasken nicht mehr in die vorgegeben Fenster passten, da die deutschsprachigen Texte wohl länger waren, als ihre englischen Originale.

Der Markt der deutschsprachigen Programme ist rar. Es gibt aufgeblähte Lösungen voller Schnick-Schnack, die für Kleinunternehmer unerschwinglich sind, aber es gibt – und das ist nun endlich der positive Teil dieses Tests – ein Programm, das alle gestellten Anforderungen erfüllt und noch dazu, erschwinglich ist.

Die Lösung aller Probleme: Invoice 3 (getest wurde die Sharewareversion)
Es scheint zu schön um wahr zu sein, aber alle meine Anforderungen werden erfüllt.
Es gibt eine einheitliche, gut zu verstehende Oberfläche (Einarbeitungszeit 2 h, danach war ich mit den wichtigsten Dingen vertraut). Größter Vorteil ist, dass das Programm deutschsprachig ist.

Die Artikel- und Kundenverwaltung ist simple und absolut ausreichend. Es wäre innerhalb der Artikelverwaltung sinnvoll, die Möglichkeit zu haben, eine Kurz- und Langbezeichnung eingeben zu können. In der getesteten Version gibt es ein Feld für den Artikelname, was in meinem Fall (“Erstellung von Briefvorlage”, …) ausreicht.

Der Vorlagen-Editor ist leicht verständlich und man hat in kurzer Zeit eine eigene Rechnungsvorlage erstellt.

Eine interessante Funktion ist die Möglichkeit eine “wiederkehrende Rechnung” zu erstellen. So spart man sich die Arbeit, jeden Monat aufs Neue, einem Kunden die Rechnung für ein “Webhosting” zu erstellen. Noch zu Testen wäre an dieser Stelle, wie sich wiederkehrende Rechnungen verhalten, wenn man zu einem späteren Zeitpunkt den Preis eines Artikels/einer Dienstleistung im Artikelstamm verändert (in der Regel sollte der Preis auf der ursprünglichen Rechnung erhalten bleiben und sich nicht verändern).

Ein feines Stück Software zu einem erschwinglichen Preis von 79 Euro.

Link zum Anbieter:
http://www.kedisoft.com/invoice/