Apple WWDC 2009: Ein Highlight – Exchange-Unterstützung

Die WWDC ’09 Eröffnungspräsentation ist in vollem Gange, die diversen angebotenen Live-Streams und Liveticker sind am Brodeln und überhaupt dreht die Welt, wie gewöhnlich zum Apple-Event, völlig durch.

Viel Spektakuläres wird für die allgemeine IT-Welt nicht raus kommen, dennoch gibt es einen Punkt, der Potential hat und über den berichtet werden sollte.

Exchange.

Mail, iCal und das Adressbuch sind fortan (ab OS 10.6 Snow Leopard – ab September 2009 erhältlich) fit für Exchange. Sehr viele Firmen setzen diese Lösung der E-Mail-, Daten- und Termin”verwaltung” ein – ab Herbst wird es vernünftig möglich sein, auch Macs ins Netzwerk zu integrieren.

Gerne hätte ich noch von weiteren Highlights berichtet, leider sie die anderen Neuigkeiten aber alle samt Mac-spezifisch und werden bereits jetzt an anderen Stellen im Netz ausführlicher behandelt, als ich es könnte.

[Mac-Software] Für Switcher die WinRAR lieben: BetterZip

BetterZip ist eine komplette Archiv/Pack-Suite und die perfekte Alternative für Menschen, die von Windows zu OS X wechseln, aber die gleichen Möglichkeiten haben möchten.

Anfang des Jahres habe ich schon einmal von einer guten WinRAR-Alternative gesprochen. Damals ging es um das Programm Zipeg, was hervorragende Leistung bringt (allerdings Archive nur entpacken kann, aber nicht erstellen).
Da Zipeg nur die Hälfte der Funktionen ersetzt, die man von WinRAR gewohnt ist, habe ich mich auf die Suche nach einer wirklichen Alternative gemacht und BetterZip gefunden.

Was BetterZip kann:

Das Programm bietet in der aktuellen Version, beim Entpacken, die selben Funktionen wie Zipeg. Die Programmoberfläche passt allerdings optisch noch ein bisschen besser zu Leopard. Was mir persönlich am Besten gefällt ist, dass Drag’n’Drop von einzelnen Dateien, aus einem größeren Archiv heraus, besser und weniger Hakelig funktioniert als bei Zipeg. Wenn man ein Archiv mit mehreren Dateien öffnet und eine bestimmte Datei auf den Desktop zieht, dann ist – meinem Empfinden nach – bei Zipeg Glückssache, ob dies sofort beim ersten Versuch funktioniert. Bei BetterZip tut es das.

Zipeg beherrscht das Entpacken von Splitfiles (name.001, name.002, …), mit BetterZip ist dies seit dem letzten Update (29.04.2009) nun endlich möglich.

Vorteil von BetterZip gegenüber Zipeg:

Der größte Unterschied, und für mich der wichtigste Grund, auf BetterZip umzusteigen, ist die Möglichkeit auch gepackte Archive zu erstellen. Zipeg ist, in der vorliegen Version (2.4.0) nur ein Entpacker.

Im Test mit einer 233 Megabyte großen Datei, die in 20 Megabyte große Einzelteile gepackt wurde, lieferte BetterZip ein gutes Ergebnis und war nach etwa 20 Sekunden fertig.

Grund für den Test von BetterZip und Zipeg:

Grund für die Suche nach einem derartigen Programm war ursprünglich das Wegkommen von StuffIt, welches leider keine gute Performance abliefert. Alleine das Entpacken einer 2 GB großen Datei (aus einzelnen .sitx-Files) hat auf meinem iMac (Core2Duo 2.8 GHz, 2 GB RAM) mehr als 20 Minuten gedauert. Das System wurde vor drei Tagen installiert, es liefen nur zwei weitere Programme nebenher (Mozilla Firefox + Adium), dennoch sorgte der StuffIt Expander für eine CPU-Auslastung vor 90 – 95 % über die gesamte Zeit des Entpackens.

Fazit:

BetterZip läuft rund, hat gute Performance und kann von Haus aus die wichtigsten Archive entpacken (.zip, .jar, .war, .ear, .sar, .par, .wsr, .rar, .cbz, .cbr, .tar, .tgz, .tbz, .gz, .bz, .bz2, .cpio, .cpgz, .7z, .lha, .lzh, .arj, .iso, .chm, .cab, .deb, .rpm., .sit, .dd, .bin, .hqx).

Glücklicherweise ist das Programm in der Lage auch Archive (auch Splitarchive beliebiger Größe) zu erstellen, und zwar im Format zip, tar, gzip, bzip2 und 7zip. Über eine integrierte Schnittstelle ist es problemlos möglich den separat erhältlichen RAR-Packer einzubinden, und fortan mit BetterZip auch RAR-Archive zu erzeugen. Ab diesem Augenblick steht das Programm dem Windowspendant “WinRAR” in nichts nach. Für Umsteiger, die aus dem Windowslager zu OS X wechseln, die ideale Alternative.

Kosten:

Da BetterZip mehr als ein Entpacker ist, sondern eine komplette Pack-Suite ersetzt, ist es nur fair, dass es unter der Shareware-Lizenz steht. Eine Einzelplatzlizenz kostet 19,95 US-Dollar, bei dem aktuellen Kurs eine Summe von 15,42 Euro – also nicht nur günstig, sondern eigentlich traumhaft (StuffIt Deluxe kostet beim derzeigen Wechselkurs knapp 70 Euro!).

Link:

http://macitbetter.com

Build a Hackintosh: XxX 10.5.6 ist ein Traum

Installiert habe ich auf einem Asus P5K mit einer Nvidia 8800GT sowie einer Seagate 250 GB S-ATA-Platte. Das System lief sofort tadellos. Mit dem aktuellen NVDarwin-Installer lief die Grafikkarte nach einem Neustart problemlos.

Der Witz kam dann:

Das Board musste ich wieder abgeben (hatte es zum Testen), also blieb vorerst mein (vielleicht defektes) Asus P5W. Ohne viel Hoffnung habe ich die 250 GB-Platte mit dem eingerichteten 10.5.6 dort drangehängt und den Rechner gestartet. Man mag es nicht glauben, aber das System bootet problemlos und aktuell tippe ich damit diese Zeilen.

Vor zwei Stunden habe ich die ebenfalls angeschlagene Nvidia 8800GT gegen meine alte 7600GT getauscht, auch das hat das System direkt geschluckt, nach dem Reboot ist alles bestens. Keine Treiberprobleme, keine Störungen.

[Build a Hackintosh] Tipp: Dual-Boot – OS X und Vista/XP und Linux

Heute Morgen passierte mir der Fall, der so viele von euch auch plagt: Wie richtet man einen PC mit mehreren Betriebssystemen ein, wenn ein bestimmtes Windows bereits installiert ist.

Dieser Tip benötigt:
– Windows XP/Vista-Installationsmedium
– Ubuntu-Live-CD
– OS X Distri deiner Wahl (abhängig von deinem PC-System)

Ausgangssituation:

– Rechner mit einer Festplatte (2 Partitionen)
– XP installiert (Partition 1)
– später auf zweite Partition Vista installiert (Partition 2)
– Bootloader von Vista (“Vista starten”, “vorherige Windowsversion starten”)

Problem:
OS X soll zusätzlich installiert werden, und zwar auf die XP-Partition.

Ich habe mit einer der üblichen OS X-Distris gebootet und das System auf die XP-Partition installiert. Im Anschluss daran bootete weder OS X noch Vista, da der ursprüngliche Bootloader (Partition 1) zwar gekillt wurde, aber der Darwin-Bootloader nicht sauber geschrieben wurde.

Lösung:
– mit einer Ubuntu-CD booten und die Vista-Partition (2) im Partitionsmanager auf aktiv setzen.
– mit der Vista-Installations-DVD booten und den Bootloader wieder herstellen (Reparaturoptionen!)
– Vista booten
– EasyBCD installieren (Download Freeware: http://neosmart.net/dl.php?id=1)
– EasyBCD starten und unter “Add Entries” einen weiteren Eintrag hinzufügen (Vista sollte schon dort stehen)

Hinweis: Es gibt diverse Tutorials im Netz, mit genau diesem Tool. Ich musste heute einfach nur einen zusätzlichen Eintrag für “Apple OS X” machen, nicht einmal die zugehörige Partition wählen, und es lief.

– im Programm oben auf “Save” klicken und den neu gemachten Eintrag damit ins Bootmenü speichern
– zum Test den Rechner neu starten

Es sollte nun im Bootmenü “Vista” (oder XP) sowie ein OS X zur Auswahl zur Verfügung stehen. Wenn man hier das OS X wählt, sollte nach einem Tastendruck auf ENTER der gewohnte Darwin-Bootloader erscheinen. In diesem dann einfach die Partition wählen, auf der OS X installiert wurde, und das System sollte starten. In meinem Fall lief der Ganze Vorgang genau so ab. Ich bin nun in der Lage OS X und Vista zu booten, beide Systeme stehen zur Verfügung.

Build a Hackintosh: Hardwareprobleme mit dem ASUS P5W

An die Experten: Bitte schaut am Ende dieses Beitrags auf meine beiden Fragen, vielleicht hat irgendjemand eine Lösung. Danke!

Nachdem der Bau des Hackintosh und einige Kinderkrankheiten (_CFGetHostUUIDString) beseitigt wurden, gab es in den vergangenen Wochen eigentlich nichts zu meckern. Die neue Grafikkarte (GeForce 8800GT) hat die Kiste auch problemlos geschluckt.

Ich arbeite generell nur noch mit S-ATA. Alternative Betriebssysteme sind allerdings auf einer älteren IDE-Platte noch im Rechner vorhanden, manchmal muss man eben doch Switchen.

Vor ein paar Tagen begann das System damit, Ärger zu verbreiten. Eine angeschlossene IDE-Festplatte (mit Windows XP) wurde zuerst unter OS X und innerhalb einiger Stunden auch nicht mehr vom Rechner selbst erkannt. Ich schob es auf einen gewöhnlichen Hardwareausfall (die Platte ist einige Jahre alt und es gibt bereits eine defekte, der selben Charge).

Ich schloß eine andere Festplatte an, um Windows neu zu installieren. Erstaunlicherweise wurde eben diese Platte mit den selben Syntomen vom System ignoriert (Bezeichnung der Platte im BIOS wird nicht korrekt, sondern in Form von Sonderzeichen und ähnlichem dargestellt).

Die Vermutung, dass die erste Platte garnicht kaputt ist, bestätigte sich unmittelbar in verschiedenen Tests.

Als Fehlerursache konnte das Mainboard Asus P5W ausfindig gemacht werden, und dessen IDE-Anschluss, an dem neben der Platte, auch ein DVD-Brenner hängt. Im Nachhinein könnte das auch die Ursache für eine Reihe von fehlerhaft gebrannten DVDs sein. Ich sage deshalb “könnte”, weil die Geschichte noch nicht vollständig abgeschlossen ist.

Nach dem Entfernen aller IDE-Laufwerke bootete das gesamte System nicht mehr. Es blieb direkt beim Einschaltbild des PC (ASUS-Logo-Screen mit BIOS-Hinweis) stehen, und wollte sich aus diesem Zustand auch eine Weile nicht erholen.

Ein BIOS-Reset sorgte für Aufatmen, denn danach startete die Kiste wieder durch. Nachdem alle nötigen Einstellungen im BIOS wieder getätigt waren, lief das System wieder sauber.


Aktueller Stand:

Alle IDE-Laufwerke aus dem System entfernt. Ich habe für rund 20 Euro einen S-ATA-DVD-Brenner von LG bestellt, welcher bereits heute versendet wurde. Mehr als beobachten lässt sich das Problem des Rechners derzeit nicht, denn seit dem Entfernen der IDE-Geräte gibt es technisch keine Einschränkungen mehr.

Problemansatz:
Aktuelle Mainboards sind zwar durchaus in der Lage, S-ATA und IDE parallel zu betreiben, allerdings könnte der eingestellt AHCI-Modus für IDE-Festplatten ein Problem darstellen. Ich habe derzeit keine Details zu dieser Vermutung (von einem Kollegen) greifbar, bin aber für Hinweise dankbar.
Gegenfrage ist aber sofort: Das System lief einige Monate prima mit S-ATA und IDE parallel, wieso sollte von Heute auf Morgen die AHCI-Einstellung ein Problem auslösen?

RAM ist nicht mehr komplett nutzbar
Das BIOS zeigt seit dem Reset noch immer sauber 4 GB RAM an, weist allerdings etwa 1 GB davon als nicht verfügbar aus, und stellt etwa 3,2 GB als frei nutzbar dar. Ziemlich genau die Menge, die man in 32-bit-Systemen addressieren kann. Unter OS X sind neuerdings auch nur noch 3 GB verfügbar. Hat irgendjemand eine Ahnung, wie die passiert sein könnte?