Filmkritik: STAR TREK 11 – Der Untergang

Allgemeiner Hinweis: Lies diesen Text nicht, wenn du den Film noch gesehen hast, es aber tun möchtest. Im Text können Hinweise zur Story vorhanden sein, welche dir die Vorfreude auf den Film vermiesen können, wenn du schon vorher davon weisst.

Wenn du auch nur mit einem Fünkchen Überzeugung in den 1980er und -90er Jahren vor dem Fernseher gesessen hast, dann wirst du den neuen Star Trek-Film nicht mögen. Der Film ist belanglos und anstrengend ermüdend zugleich. Am Ende wurde mir klar, welcher Teil der 120 Minuten die Story hätte sein sollen. Das was zur Debatte stand, war schon in den ersten Minuten nach dem Einstieg in die Handlung klar und absehbar.

Nichts zeugt davon, warum Millionen verschleudert wurden. Nach dem der Film so lange angekündigt war, ein echter Star Trek-Fan die Story die auf Plausibilität gecheckt hat, hätte das Ergebnis deutlich besser und spannender sein müssen, als das, was abgeliefert wurde. Durchschnittlicher, unbedeutender Stoff.

Warum schafft es Hollywood heute nicht mehr zu begeistern? Erbärmliche Dialoge mit lieb gewonnen Phrasen von früher gespickt, mit lieblosen, billigen Wortwitzen erweitert. Den rund 200 Zuschauern im Saal entlockte diese Art von “Humor” nur selten ein Schmunzeln. Viele Lachten offenbar nur des Bieres wegen. Ja genau, es war “Männerabend” (ein Hamburger Klassiker) im cinemaxx, es gab zwei Flaschen Bier zum Preis von einer, ein vor den Film platziertes, saal-internes Ratespiel mit Star Trek-Fragen.

Die Highlights spare ich mir, genauso Dinge zur Story des Filmes, jeder Satz wäre zuviel, denn dann gäbe es beim Schauen keine Überraschung mehr.

Negativ zu nennen: wo war denn um Gottes Willen bei Portraitaufnahmen der Focus. Das Bild war selten scharf, was man aber offensichtlich dem Vorführer zuschreiben muss, denn kein Regiseur liefert so etwas ab.

Wenn Kenner von Star Wars möglicherweise in Tränen lagen, als “Episode 1″ erschien, bedauerten, dass ihr Universum damit zerstört wurde, dann sollte bitte kein Star Trek-Fan in die Nähe vom elften Film kommen. Teil 10 war ein Flop, dieser setzt sich fort.

Das traurige Ende von Yahoo?

Das Image des etwas altbackenen Unternehmens hat Yahoo sich selbst zuzuschreiben. Die Tage sind vorbei, in dem man einfach “irgendwas mit Internet” gemacht hat, und davon leben konnte.
Ich bin zwar – auch noch immer – ein Gegner Microsofts, wenn es um die Übernahme geht, dennoch haben die es nun ziemlich eindrucksvoll geschafft, Yahoo zu Richten.

Heute Morgen gab Jerry Young seinen Rücktritt bekannt.

Als Microsoft zuletzt 33 USD je Aktie als Übernahmeangebot offerierte wäre es ein Leichtes gewesen, Yahoo kampflos zu Übergeben, denn selbst zu dieser Zeit lag der tatsächliche Aktienkurs deutlich darunter. Mit Stand von gestern Abend notierte das Papier bei unter 11 Euro.

Update:
Link: Das Jahr 2008 – die Yahoo-Story und ihre einzelnen Kapitel (heise.de)

Just a hobby, won’t be big and professional like GNU

Es ist eine der interessantesten Geschichten der Computergeschichte, zugleich aber auch eine ziemlich typische. Mit einem kurzen Posting in der Newsgroup comp.os.minix, am 26. August 1991, begann sich das – heute bekannte – Blatt des Betriebssystemmarktes zu verändern. Linus Torvalds berichtet dort von seinem Vorhaben, ein freies System zu entwickeln und bat um Ideen.
Der Rest und der (Mainstream-)Erfolg von Linux ist Geschichte.

Links:
Der komplette Diskussions-Thread in comp.os.minix

Der Film “Revolution OS (The Linux Story)
http://video.google.com/videoplay?docid=7707585592627775409

P.S. warum ich heute über Linus blogge? Nun, weil er seit zwei Tagen auch bloggt. ;-)