Der Traum von Multimedia in HTML wird endlich wahr: <video> in HTML 5

Freitag, Mai 29th, 2009

Seit heute Morgen macht eine wirklich zu Tränen rührende Story die Runde: ein praktisches, lauffähiges Beispiel des <video>-Tags in HTML5. Die Rede ist von der Möglichkeit, Videos in HTML einzubetten, ohne dafür zusätzliche Plugins wie Flash zu benutzen. Eigentlich ein Traum, den man vor 10 Jahren definitiv der heutigen Zeit zugeschrieben hätte. Leider ist es noch keine Realität.

Ein hervorragendes Beispiel ist aber nun endlich für jeden verfügbar: das französische Videoportal Dailymotion setz in seiner als “Pré Bêta” bezeichneten Seite auf Video ohne Flash.

Es läuft super und problemlos. Einzige Vorraussetzung ist momentan ein Browser mit HTML5-Unterstützung, was aktuell für die Firefox 3.5b4 zutrifft und ausserdem auch mit Safari 4 Beta.

Schon allein auf Grundlage meines Jobs habe ich prinzipiell nichts gegen Flash, aber trotzdem wäre ein Welt ohne derartige Browser-Erweiterungen sehr viel einfacher. Die Möglichkeiten die Javascript bietet, kombiniert mit dem HTML5-<video>-Tag, sind _theoretisch_ gleichbedeutend mit den meisten Dingen, die heutzutage in Flash umgesetzt werden. Von umfangreichen, grafischen Browsergames mal abgesehen.

Narrenfreiheit für “Raubmordkopierer”?

Freitag, November 14th, 2008

Ein bisschen Ironie schwingt schon in der Überschrift mit, aber das mit gutem Grund. So wurde die Anklage gegen den Polizisten, der vor einigen Monaten den Mitschnitt eines Notruf-Telefonates ins Internet stellte, fallengelassen.

Die Anzeige lautete auf Verletzung des Dienstgeheimnisses. Die zuständige Justiz ist nun allerdings zu der Entscheidung gekommen, das dieser Vorwurf nicht haltbar sei: “als der Beamte den Mitschnitt verschickt hat, war er bereits einem großen Personenkreis bekannt”. “Den Erstverteiler haben wir nicht ermitteln können”, ergänzte der Sprecher.

So einfach ist das also in Deutschland. Es verschwimmt quasi der Tatbestand der Verletzung und driftet in Richtung “nur ein bisschen, aber nicht komplett” es falsch gemacht zu haben.

Wir befinden uns in einem Rechtsstaat, der jedem Bürger die gleichen Rechte zuspricht (vgl. BRD GG § 3 “Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich”).

Was passiert nun, wenn sich ein deutscher Staatsbürger berufen fühlt, Filesharing-Plattformen zu nutzen, und dafür eine Anzeige, schlimmer noch, einen Gerichtsprozess kassiert? Darf sich dieser Bürger dann auf oben geschilderten Fall berufen und sagen “die Daten, die ich online verbreitet habe, waren bereits in unterschiedlichen Quellen über das Internet abrufbar, ich bin nicht der Erstverbreiter, bitte legt den Fall zu den Akten”? (cd/Zitate dpa)

Links zum Thema:
Aktueller Pressebericht von Radio Regenbogen zur Sache