Der Autor
Christian Dinse
Geboren am 21. Mai 1981 in Saalfeld (Thüringen). Seine Kindheit – ohne besondere Vorkommnisse – verlief wie eine von Tausenden. Der eigene Wille, mehr aus dem Sumpf der Zeit in die Zukunft mitzunehmen und mehr aus dem Leben zu machen, entwickelte sich in den Neunzigern. Wahrscheinlich ausgelöst durch den Verlust des besten Freundes, dessen Leben damals vom Harmonischen ins Rebellische abdriftete. Als Protest gegen Erziehung und oft ungerechte Behandlung schied Götz freiwillig aus dem Leben und hinterlies große Traurigkeit. So plötzlich aus dem Bild gelaufen und von der Wirklichkeit eingeholt, entwickelten sich schnell Zweifel. Glücklicherweise kurz danach aufgehalten und gedämpft von neuen Gesichern, einem neuen Lieben, einem Umbruch, neuem Leben.
Nicole. Die bis heute Unvergessene, die mit der es nie Streit gab. Judith, die maßgeblich am Grundstein des wichtigen Lebensabschnittes mitgewirkt hat und leider ein paar Jahre später verschwand.
Wegen Nicole begann er zu Schreiben, mit Judith begann er darüber zu Reden, einen Stil zu entwickeln, eine Kritikerin zu finden.
Allein gelassen in der Ausbildung zum pharmazeutischen Angestellten, enttäuscht von den Mitstreitern, warf er zum ersten Mal im Leben das Handtuch. Ein neuer Weg wurde gesucht und im vier Semester langen Kampf um Wirtschaft und Rechtswissenschaft gefunden. Mit dabei, Jana, Nadin, Sebastian – die drei großen Namen einer, im Rückblick, wichtigen Zeit.
Die Jahre plätscherten dahin, beschleunigt durch Freude (Gründung einer Band, neue Liebe) und gebremst durch Enttäuschungen (Verlust von lieben Menschen) verbrachte er eine ganze Weile – viel auch nur gedanklich – in der Schweiz. Der Zivildienst in Deutschland machte dem Treiben schnell ein Ende und begann die Tage in Beschlag zu nehmen. Am Ende waren Kontakte verloren, auch andere reifer und erwachsener geworden und die Realität in Form von Alleinsein wieder allgegenwärtig.
Nur teilweise wäre sein Leben wie es ist, hätte es den Herbst 2002 nicht gegeben. Nichts ahnend ein neues Arbeitsangebot annehmend, erschien parallel und unerwartet Doreen auf der Bildfläche und hat – bis heute – von ihrem Einfluß nichts verloren. Unterbrochen und auf harte Proben gestellt wurde diese wunderbare Freundschaft mehr als einmal. Wiedergefunden haben sich die beiden dennoch. Manchmal spielt das Schicksal einem eben nicht nur Streiche.
Zum Leben des Autors
Geboren am 21. Mai 1981. Aufgewachsen in einer Zeit als es im Winter noch Schnee gab und das Ozonloch noch nicht in aller Munde war, später aktiver “Micky Maus”-Leser. Bekennender Fan der Band New Kids on the Block und einmal kurz davor bei der Mini Playback Show aufzutreten. Liebte Viva 2, war begeistert vom ersten Besuch in London. Snooker, Graffiti und die Abhängigkeit von chinesischem Essen ziehen sich wie ein roter Faden durch sein Leben. Realschulabschluß 1998, abgebrochene Ausbildung zum Pharmazeutischen Angestellten, abgeschlossene Berufsausbildung zum kaufmännischen Angestellten – Schwerpunkt Industrielles Rechnungswesen, Betriebswirtschaft/VWL und Recht. Erster TV-Auftritt: 1996 im WDR. Durch Dummheit ungewollt eine zweite “Chance” – eine Stellungnahme vor Fernsehkameras wegen “Eindringen in fremde Netzwerke” (Akte 99, Sat.1). PKW-Führerschein pünktlich mit dem 18. Lebensjahr. Launisch, gern allein, kunstinteressiert und Hobbyfotograf, Internet, Wandmalerei und Musik als Freizeitbeschäftigung. Einmal im Leben Ski, später Snowboard. Tausendmal Fahrrad gefahren. Seit er im Besitz eines Autos ist – viel zu wenig zu Fuß unterwegs. Netzwerkadministrator und Programmierer aus Leidenschaft, unter anderem in einem chemischen Produktionsbetrieb, im Anschluss bei einem mittelständigen Finanzdienstleister. Mag Rotwein, asiatische Kunst, hat bisher erst wenige Bücher gelesen, dafür aber ein eigenes geschrieben (”Die Zeit ist ein Dieb”, ISBN 3833439726). War fanatischer Fan vom Bundesligaverein Werder Bremen, seit einer Weile Mitglied beim FC Carl Zeiss Jena. Zu Schulzeiten lieber spontan faul – der Freizeit wegen – aber trotzdem immer bei der Sache. Ist genauso wie viele andere schon schwarz mit der Straßenbahn gefahren, war aber immer konsequenter Nichtraucher (ihr wisst schon).